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Exklusiv oder geteilt: Was passt zu Ihrem Vertrieb?

Verteilmodelle bei Leads sinnvoll vergleichen: Was Exklusivität bedeutet, welche Fragen vor dem Einkauf wichtig sind und wie Sie einen Test auswerten.

Beim Lead-Einkauf fällt der Blick häufig zuerst auf den Preis. Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, an wen eine Anfrage weitergegeben wird. Eine exklusive Variante und ein geteilter Kontakt stellen unterschiedliche Anforderungen an Ihre Bearbeitung. Welches Modell besser passt, lässt sich nicht allein an der Bezeichnung erkennen. Entscheidend sind der genaue Leistungsumfang, die Situation Ihres Teams und die Ergebnisse vergleichbarer Bestellungen.

Was die beiden Modelle beschreiben

Bei einem geteilten Lead kann dieselbe Anfrage mehreren Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Wie viele Empfänger vorgesehen sind und nach welchen Kriterien die Verteilung erfolgt, sollte vor der Bestellung klar sein. Ohne diese Angaben bleibt offen, welches Produkt Sie tatsächlich vergleichen.

Eine exklusive Variante wird innerhalb des vereinbarten Modells einem Käufer zugeteilt. Die Reichweite dieses Versprechens muss ausdrücklich beschrieben sein. Es bedeutet nicht automatisch, dass sich der Interessent ausschließlich mit Ihrem Unternehmen beschäftigt. Er kann selbst weitere Angebote anfragen oder bereits mit anderen Betrieben sprechen.

Fragen Sie deshalb konkret nach, ob sich Exklusivität auf einen Anbieter, eine Produktgruppe, eine Region oder einen bestimmten Zeitraum bezieht. Eine klare Antwort ist wertvoller als ein besonders stark klingendes Etikett.

Die Verteilung sagt noch nichts über die Qualifizierung

Ein exklusiver Kontakt ist nicht automatisch umfassender geprüft. Ebenso kann eine geteilte Anfrage nützliche Projektangaben enthalten. Trennen Sie daher das Verteilmodell von den anderen Produkteigenschaften.

Vergleichen Sie insbesondere den Anlass der Anfrage, die enthaltenen Felder, den zeitlichen Zusammenhang und den beschriebenen Prüfungsumfang. Angaben aus einem Formular, formale Datenprüfungen und ein persönliches Gespräch sind unterschiedliche Leistungen. Unser Überblick zur Leadqualität erläutert diese Unterschiede.

Vergleichspunkt Frage vor dem Einkauf
Weitergabe Wie viele Unternehmen erhalten die Anfrage?
Exklusivität Auf welchen genau beschriebenen Bereich bezieht sie sich?
Informationen Welche Projektangaben gehören zum Produkt?
Prüfung Was wurde technisch geprüft oder persönlich bestätigt?
Bearbeitung Wie und wann stehen die vereinbarten Angaben bereit?

Ihre Kapazität ist Teil der Entscheidung

Eine Anfrage bringt Ihrem Vertrieb nur dann etwas, wenn jemand sie aufmerksam bearbeitet. Klären Sie deshalb zunächst Ihre Zuständigkeiten. Wer übernimmt den Erstkontakt? Wer vertritt bei Urlaub oder Außenterminen? Wie werden Rückrufwünsche und bereits vereinbarte Schritte dokumentiert?

Bei geteilten Kontakten sollten Sie damit rechnen, dass Interessenten verschiedene Anbieter kennenlernen. Ein verständlicher Einstieg und ein erkennbarer Bezug zum Vorhaben sind dabei hilfreich. Ein möglichst hoher Anrufdruck ersetzt weder fachliche Passung noch gute Beratung.

Auch eine exklusive Variante verliert an Nutzen, wenn sie intern liegen bleibt. Das Verteilmodell löst keine ungeklärte Übergabe im Team. Richten Sie die Menge deshalb an der Zeit aus, die für Erstkontakt, Beratung und Nachbearbeitung tatsächlich vorhanden ist.

Mit einer klaren Fragestellung testen

Ein Test ist besonders nützlich, wenn Sie vorher wissen, was Sie daraus lernen möchten. Geht es um die Passung der Anfragen, um die Erreichbarkeit oder um die Kosten bis zu einem Beratungstermin? Legen Sie wenige gemeinsame Kriterien fest und dokumentieren Sie sie für beide Modelle gleich.

Vergleichen Sie möglichst ähnliche Regionen, Produkte und Qualitätsstufen. Wenn eine Variante ausschließlich telefonische Bestätigungen enthält und die andere nur Formularangaben, können Unterschiede nicht allein der Verteilung zugerechnet werden. Auch unterschiedliche Mitarbeiter oder Bearbeitungszeiten erschweren den Vergleich.

Erfassen Sie zumindest die Anzahl berechneter Anfragen, erreichte Personen, passende Gespräche, vereinbarte Termine und spätere Abschlüsse. Halten Sie offene Vorgänge gesondert fest. Ein noch laufendes Immobilienprojekt sollte nicht genauso behandelt werden wie eine ausdrücklich abgesagte Beratung.

Den Aufwand bis zum Ergebnis betrachten

Ein niedriger Stückpreis kann attraktiv sein. Er beantwortet aber noch nicht, wie viel Zeit Ihr Team für ein verwertbares Gespräch aufwendet. Umgekehrt ist ein höherer Preis nicht automatisch durch eine bessere Wirkung gerechtfertigt. Die Antwort ergibt sich aus Ihren nachvollziehbar dokumentierten Ergebnissen.

Betrachten Sie neben den Einkaufskosten deshalb auch den internen Aufwand. Warten Sie eine Zeitspanne ab, die zum Verkaufsprozess passt. Eine kleine Stichprobe kann erste Hinweise liefern, aber keine verlässliche langfristige Abschlussquote beweisen. Im Beitrag Leadkosten richtig berechnen finden Sie dafür ein einfaches Vorgehen.

Eine Entscheidung, die zu Ihrem Vertrieb passt

Wählen Sie das Modell, dessen Leistungsbeschreibung verständlich ist und dessen Anfragen Ihr Team sinnvoll bearbeiten kann. Halten Sie die vereinbarten Bedingungen fest und überprüfen Sie Ihre Entscheidung anhand vergleichbarer Daten. Ob exklusiv oder geteilt: Eine gute Anfrage braucht einen passenden Gesprächseinstieg und einen klaren nächsten Schritt.

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